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Brummi-Fahrer werden händeringend gesucht:
„Wir nehmen jeden”

Münster / Osnabrück, 27.11.2007. Dramatische Zustände plagen Transport- unternehmen: Die Dieselpreisrallye nimmt kein Ende, Maut, Personalkosten und Bürokratie treiben die Kosten hoch. Existenzbedrohend ist aber vor allem die Zahl fehlender qualifizierter Kraftfahrer von rund 25.000 jährlich, schätzt Jürgen Weihermann vom Verband Verkehrswirtschaft und Logistik NRW. Wegen dieser Notlage geht Beresa mit einem bundesweiten Pilotprojekt zur Kraftfahreraus- bildung in die Offensive. Mit an Bord bei der Qualifizierungsmaß- nahme ist die münsterische Fahrschule Ulf Imort mit Unterstützung der Arbeitsagentur. Im Fokus der Qualifizierungsoffensive wird auch das Training der ökonomischen Fahrweise stehen.

„Kraftfahrer fehlen bundesweit an allen Ecken und Enden. Allein im Münsterland und Osnabrücker Land gibt es zirka 8.000 freie Stellen”, hat der Spartenleiter von Beresa „TRUCKandVAN”, Norbert Wiggers, hochgerechnet. „Die Situation ist so ernst, dass Spe- diteure an die Eingangstüren unserer Nutzfahrzeug-Stützpunkte Stellen-Ausschreibungen hängen möchten.”

So weit ist der Spediteur Horst Leonhard noch nicht gegangen. Dennoch berichtet der Ge- schäftsführer der Sievert Handel Transporte GmbH aus Lengerich von einem katastrophalen Zustand: „Es mangelt sehr stark an Fahrern, an qualifizierten sowieso. Jeder, der ankommt, wird zunächst genommen, erst dann wird selektiert. Im Moment beschäftigen wir 180 Kraftfahrer, zehn Prozent an guten Leuten fehlen uns.”

Beresas Ausbildungsinitiative sieht vor, dass Arbeitssuchende und Kraftfahrer die Fahrlizenz und eine umfassende Qualifikation erhalten. „Gelehrt wird mehr als grundsätzlich beim Führerschein-Erwerb vorgeschrieben”, erklärt Ausbildungsleiter Ulf Imort. Den Fahrschülern stehen in den zirka sechswöchigen Lehrgängen modernste Schulungsräume und Mercedes- Benz-Technik zur Verfügung. Im Fokus steht das Eco-Training, bei dem die Fahrer lernen, selbst bei voller Ladung den Kraftstoffverbrauch um bis zu zwölf Prozent zu senken. „Das Eco-Training ist für Logistikunternehmen ein wichtiges Kostensenkungsinstrument und sichert klare Wettbewerbsvorteile.”

Auch das selbstständige Durchführen von Reparaturen und die Ladungssicherung werden ausführlich geübt. „Ein Thema, das vor dem Hintergrund der Unfallvermeidung oberste Priorität genießt.” Unfälle mit Lastwagen-Beteiligung, über die in den Medien berichtet wird, wirken sich äußerst negativ auf das Image der gesamten Branche aus”, weiß Wiggers. Unterdessen rät der „TRUCKandVAN”-Spartenleiter, bereits jetzt mit entsprechenden Quali- fizierungsmaßnahmen zu beginnen. „Fahrer konkurrieren um gute Stellen. Wer eine bes- sere Ausbildung hat, steigert die Chance auf einen guten Auftraggeber oder Arbeitgeber.”

Verschärft wird der Mangel an gut qualifizierten Fahrern spätestens ab 10. September 2008 (Busbranche) bzw. ab 10. September 2009 (LKW), wenn das EU-Berufskraftfahrer-Qualifi- zierungsgesetz greift. Gefordert wird dann neben dem Erwerb der Fahrerlaubnis auch eine Grundqualifikation und eine Weiterbildung alle fünf Jahre für Fahrer im gewerblichen Güter- kraftverkehr. Alleine die Grundqualifikation treibt die aktuellen Führerscheinkosten von 3.500 bis 4.000 Euro um 35 bis 40 Prozent in die Höhe. Die gute Nachricht für alle, die den Führerschein bereits haben oder bis zum 10. September 2008 bzw. 10. September 2009 erwerben: Die obligatorische Grundqualifikation ist keine Pflicht - das Portemonnaie bleibt verschont.

Wilhelm Burg Gruppe
Die Wilhelm Burg Gruppe gehört mit den Marken Mercedes-Benz, smart und Toyota sowie dem Gebrauchtwagen Superstore FamilyCars zu den großen Automobilhandelsgruppen in Deutschland. Über 870 Mitarbeiter verkaufen jährlich an 24 Standorten über 15.000 Fahr- zeuge (zirka 12.000 Pkw und 3.000 Nutzfahrzeuge).

Beresa „TRUCKandVAN”
Das Nutzfahrzeugkompetenzzentrum Beresa „TRUCKandVAN” bietet individuelle Fuhrpark- und Servicelösungen für alle Nutzfahrzeugmarken an. Das Portfolio umfasst Vermietung
und Verkauf von Fahrzeugen, Finanzierung und Leasing, Serviceleistungen, Wartung und Reparaturen. Das Zentrum liegt zentral in Senden-Bösensell bei Münster, mit direktem An- schluss an die Autobahnen A1 und A43.

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