Wilhelm Burg Gruppe - Historie

Die Wilhelm Burg Story

 

Wilhelm Burg – ein Unternehmer schreibt Automobilgeschichte.

Sein Führungsstil war auch im Wandel technischen Fortschritts und zunehmender Mobilität geprägt vom Respekt vor seinen Mitmenschen.

Wilhelm Burg wird 1931 Mitinhaber im Unternehmen BERESA. Mit seiner unermüdlichen Schaffenskraft und fortschrittlichen Visionen gehört er zu den dynamischen Pionierunternehmern seiner Zeit.

Geboren wird Wilhelm Burg am 14. März 1898 als Sohn des Majors a.D. Jacque Burg und seiner Frau Fanny (geb. Jackson). Er wächst zusammen mit vier Schwestern auf; im frühen Alter von 14 Jahren verliert er seinen Vater. Nach Beendigung des Gymnasiums tritt er freiwillig als Fahnenjunker dem Krefelder Husarenregiment Nr. 11 bei und kämpft im 1. Weltkrieg an der West- und Ostfront.

1924 beginnt er im Alter von 26 Jahren seine Tätigkeit in der münsterischen Automobilcentrale - Generalvertretung der Benz & Cie. Im gleichen Jahr entscheidet sich der Mitbegründer Paul Meine für die Übernahme der Beckumer Motoren- und Motorradfabrik Beresa-Werke, der eingängige Firmenname BERESA wird übernommen. Wilhelm Burg arbeitet in einem aufwärts strebenden und für die damalige Zeit bereits modernen Unternehmen. 1928 heiratet er seine Frau Elisabeth (geb. Ewers), aus der Ehe gehen vier Kinder hervor. Seine Tatkraft und sein hohes Maß an Eigenverantwortung führen dazu, dass er bereits 1931 Mitinhaber des Unternehmens wird. 1937 wird die Firma in Beresa-Automobil-Gesellschaft Meine und Burg geändert und ins Handelsregister eingetragen.

Die nächsten Jahre sind die erfolgreichsten in der Firmengeschichte. Es setzt ein ungeheurer Aufschwung im Kraftfahrzeuggewerbe ein, nicht zuletzt hervorgerufen durch den Verzicht auf Erhebung einer Kraftfahrzeugsteuer und die technisch sehr fortschrittlichen Automobile. Im Regierungsbezirk Münster sind zu dieser Zeit rund 19 700 Automobile registriert.

Mit Ausbruch des 2. Weltkrieges werden in der Werkstatt vornehmlich Wehrmachtsfahrzeuge repariert. Wilhelm Burg nimmt als Soldat auch an diesem Krieg teil. Bei den Luftangriffen werden sämtliche Werkstätten und Bürogebäude fast vollständig zerstört, die Firma hat alles verloren. Doch Wilhelm Burg gibt nicht auf. Nach Kriegsende beginnt er 1945, mit tatkräftiger Unterstützung von Paul Meine sowie ehemaligen und neuen Mitarbeitern, den Wiederaufbau des Betriebes am Albersloher Weg. Schon 1946 sind die Arbeiten so weit fortgeschritten, dass der Reparaturbetrieb wieder aufgenommen werden kann. Nach Abschluss der gesamten Wiederaufbaumaßnahme ist der Betrieb 1948 wieder voll einsatzfähig.

Mit unternehmerischer Weitsicht führt Wilhelm Burg das Unternehmen in den nachfolgenden Jahren und trägt so maßgeblich zur weiteren Expansion bei. Zweigbetriebe werden 1954 in Nordhorn, 1958 in Emsdetten, 1960 in Gronau und 1965 in Coesfeld errichtet. Der Mitbegründer Paul Meine scheidet im Jahre 1961 altersbedingt aus der Firma aus, steht aber noch viele Jahre in guter Beziehung zum Unternehmen und zum jetzt alleinigen Inhaber Wilhelm Burg. In zielstrebiger Voraussicht hatte Wilhelm Burg bereits 1959 ein 32 000 großes Gelände an der Weseler Straße / Ecke Meckmannweg erworben. 1963 entsteht hier eine 4000 qm umfassende Hallenkonstruktion. Auf dem nochmals vergrößerten Gelände schafft Wilhelm Burg dann 1971 mit einem hochmodernen Neubaukomplex die Krönung der Aufbauarbeiten. Der Firmenname wird 1977 in Beresa-Automobil-Gesellschaft Wilhelm Burg GmbH & Co. geändert.

Der Führungsstil von Wilhelm Burg ist stets geprägt vom Respekt vor seinen Mitmenschen. Anständigkeit, Ehrlichkeit und Sparsamkeit sind zu jeder Zeit seine Maxime, geprägt von der Überzeugung des lebenslangen Lernens sowie der Wandlungsfähigkeit jedes Einzelnen. Seine Leidenschaft gehört dem Automobil, sein Unternehmen bezeichnet er als eine „Arbeitsgemeinschaft und große Familie“. Lehrlinge sind für ihn „Lernlinge“ und seine Mitarbeiter sieht er nicht als Kostenfaktor, sondern als Kreativpotential. Im Alter von 83 Jahren verstirbt Wilhelm Burg am 27. April 1981. Sein Schwiegersohn Jürgen Ahlemeyer übernimmt die alleinige Geschäftsführung.

Mit seiner unermüdlichen Schaffenskraft und seinen fortschrittlichen Visionen gehörte Wilhelm Burg zweifellos zu den dynamischen Pionierunternehmern seiner Zeit. Seine Ideen und Forderungen an ein menschliches Miteinander in der Arbeitswelt haben bis zum heutigen Tage Gültigkeit. Als engagierter Unternehmer hat er wichtige Eigenschaften wie Flexibilität, Eigenverantwortung und Selbstmotivation immer ganz selbstverständlich vorgelebt.

Unternehmer zu sein, steht für: „Etwas unternehmen – etwas in die Hand nehmen“. Als Zeichen, dass diese Werte - sozusagen als „Betriebsanleitung“ - auch für die weitere Zukunft im Mittelpunkt der Unternehmenskultur von BERESA stehen, wird im Gedenken an einen großartigen Unternehmer der Firmenname ab dem 1. Oktober 2006 deshalb den bindenden Zusatz WILHELM BURG GRUPPE tragen.

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